
New Public Management (NPM)
E-Government kann New Public Management in seinen Zielen unterstützen. Es kann als Ergänzung, als Erweiterung oder als Zusatz zu NPM verstanden werden. Allgemein anerkannt ist, dass das Konzept des NPM lediglich die zentralen Gestaltungsprinzipien und Managementgrundsätze für eine moderne Verwaltung beschreibt und noch kein per se unmittelbar umsetzbares Handlungsprogramm darstellt. Das Konzept des NPM bildet vielmehr einen Orientierungsrahmen für eine jeweils individuelle Reformkonzeption einer Verwaltung.
NPM ist ein Denkansatz für eine neue Managementphilosophie, welche Politik und Verwaltung stärker nach privatwirtschaftlichen Managementtechniken, unternehmerischen Erfolgsprinzipien und marktwirtschaftlichen Steuerungsmechanismen ausrichten will.
Ungewöhnlich am NPM ist die Ganzheitlichkeit des Ansatzes: Es wird nicht von einem einzigen der bisherigen Reformansätze her argumentiert. NPM versteht sich als eine Symbiose und Ausweitung der bisher bekannten Ansätze. Ernst Buschor nennt zehn Merkmale, die für NPM, auch wirkungsorientierte Verwaltungsführung genannt, wesentlich sind (vgl. folgende Tabelle):
- Kunden- und Bürgerorientierung (Total Quality Management)
- Kostensenkungs- und Effizienzdruck (Lean production)
- Wirkungs- statt Inputsteuerung (Budgets, Stellen)
- Trennung der strategischen (politischen Behörde) von den operativen Kompetenzen (Ämter)
- Trennung der Funktionen des Leistungsträgers (Provider) und des Leistungsfinanzierers (Funder)
- Schaffung konzernähnlicher Verwaltungsstrukturen
- Leistungsaufträge für gemeinwirtschaftliche Aufgaben der Leistungserbringer
- Wettbewerb über interne Märkte, Auswärtsvergabe und Privatisierung
- Umfassende Wirkungs- und Ordnungsmässigkeitsprüfung
- Förderung nichtmonetärer Leistungsanreize und des Leistungslohns
Quellen:
- Buschor, Ernst (Wirkungsorientiert, 1993)
- vgl. Mundi Unternehmensberatung (Ausbildung, 1995)
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